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10 typische Fehler beim Video-Marketing

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Die Mehrheit der Unternehmen wirbt heute mit Videos und die Tendenz ist steigend. Werbevideos kennen wir alle nur zu gut. Vor allem, wenn das fesselnde YouTube-Video wieder einmal von einer Video Ad Einblendung unterbrochen wird. Manchmal hat man das Glück „Werbung überspringen” sofort drücken zu können, oft muss man dennoch einige Sekunden des Werbeclips über sich ergehen lassen, ehe man sich wieder seinem auserwählten Clip widmen kann (YouTube Premium Mitglieder haben es hier besser).

Doch gar nicht so selten kommt es vor, dass wir wie hypnotisiert dem Werbeclip folgen, und ihn schlussendlich sogar zu Ende sehen. Das nennt man dann gutes Video-Marketing. Ein ansprechendes oder unterhaltendes Video im Werbeauftrag eines Unternehmens, das man gerne sieht und das einem nicht den letzten Nerv raubt.

Doch was machen diese nervigen Videos falsch? Worauf musst du achten, wenn dein Unternehmen Videos im Marketing einsetzen möchte? Hier sind 10 Fehler, die jedes Unternehmen beim Thema Videomarketing vermeiden sollte.

1. Zu marktschreierisch

Plumpe Videos à la „kommen und kaufen Sie” oder „wir sind die Besten” sind absolut passé. Diese Art des marktschreierischen Marketings funktioniert vielleicht noch auf dem Wochenmarkt, aber nicht im Bereich des Video-Marketing. Hier lohnt es sich die Werbebotschaft subtil einfließen zu lassen. Es geht darum für die Zuseher einen Mehrwert zu kreieren. Das kann praktisch erfolgen mit klassischen „How to” -Videos oder man setzt auf Unterhaltung. Das Ganze wird am Besten mit gutem Storytelling kombiniert. Eine kleine Geschichte weckt Aufmerksamkeit.

2. Zu langweilig

Fun, fun, fun. Oder so ähnlich. Jedenfalls nicht langweilig. Vor allem beim Einstieg geht es darum den Zuseher zu fesseln. Um nicht schon am Anfang das Publikum zu verlieren, ist es notwendig die Zielgruppe gut zu kennen. Was sind die Sehgewohnheiten, die Unterhaltungsvorlieben und ganz wichtig; welche Art von Humor hat die Zielgruppe? Denn darauf kommt es an. Der Content muss zum Publikum passen, sonst wird er ignoriert.

3. Unklarer Nutzen

So, now what? Das ist die klassische Frage, die sich die Zuseher nach deinem Video nicht mehr stellen sollten. Ein Video, das zwar viral geht, aber dem Publikum nicht vermittelt, um was es geht, ist zwar nett, aber leider rausgeschmissenes Marketingbudget. Das Video soll unterhalten, aber deinem Unternehmen auch einen Mehrwert bringen. Daher ist es unumgänglich das Video so zu branden, dass das Logo klar erkennbar ist und ein Call-to-Action aus dem Video hervorgeht. Also stell dir immer die Frage, was sollen sie Zuseher nach dem Video machen? Euer Produkt kaufen, auf die Firmenwebsite gehen oder sich noch eine Tafel Schokolade aus der Küche holen? Das wäre natürlich am Ziel vorbei.

4. Zu viele Informationen

Die Message des Videos muss klar und deutlich sein. Zu viele Informationen in kurzer Zeit übersteigt die Aufnahmekapazität eines durchschnittlichen Zusehers. Die Aussagen sollten knapp, prägnant und verständlich sein. Zu einfach gibt es nicht. In der Tat sind die besten Botschaften die einfachsten. Also „just do it”.

5. Zu komplex

Manche Sachverhalte sind jedoch äußerst komplex. Diese dann sprachlich verständlich rüberzubringen ist nicht immer möglich. Hier ist man mit Video definitiv im Vorteil. Denn mit lustigen Animationen und überschaubaren Infografiken lässt sich fast jedes Thema ansprechend aufbereiten.

6. Fehlende Marketingstrategie

Nur Videos zu produzieren ohne eine klare Marketingstrategie, geht ganz klar nach hinten los. „When you fail to plan, you plan to fail.” Ohne Plan ist das Versagen Programm. Wichtig ist die Einbettung deiner Videos in eine durchdachte Strategie. Was ist das eigentliche Marketing Ziel im Hintergrund? Mehr Klicks, Conversions oder eine größere Reichweite? Welche Kanäle sollen bespielt werden? Zusätzlich darf man SEO nicht vergessen. Welche Keywords müssen in die Beschreibung, welche Hashtags machen Sinn?

7. Unpassendes Format

Unterschiedliche Kanäle verlangen nach unterschiedlichen Formaten. Soll das Video im Facebook oder Insta Feed laufen oder ist es für TikTok und als Insta Story gedacht? Je nachdem muss man im klassischen Querformat filmen oder im gerade angesagten, modernen Hochformat, das sich bestens für TikTok und Co. eignet.

8. Zu lang

In der Kürze liegt die Würze. Dieser alte Spruch ist bei Videos topaktuell. Denn nach vier bis fünf Minuten schauen nur noch 60% des Publikums zu und von da an geht es steil bergab. Der durschnittliche YouTube User liebt Videos um die zwei Minuten. Es gibt hier unterschiedliche Angaben. Manche Experten empfehlen überhaupt nur Videos zwischen 30 und 90 Sekunden. Fest steht: Zu kurz gibt es eigentlich nicht (solange du deine Botschaft kommunizieren kannst), aber alles über 2 Minuten sollte man sich gut überlegen. Time is money. Und das solltest du nicht umsonst ausgeben.

9. Irritierendes Thumbnail

Das Thumbnail ist das sogenannte Vorschaubild. Dieses sollte mit Bedacht gewählt werden. Es ist sozusagen der Erstkontakt mit deinem Video. Das Bild sollte aussagekräftig und ansprechend sein, aber kein Clickbait. Es sollte drin sein, was drauf ist.

10. Fragliche Qualität

Seit den modernen Smartphones, kann schon jedes Kind halbwegs gute Videos drehen. Doch, wenn Videos ein sinnvolles Marketinginstrument sein sollen, müssen sie auch eine gewisse Qualität haben. Es macht Sinn sich verschiedene Produktionsfirmen anzuschauen um dann auch wirklich ein Video zu erhalten, das dem Qualitätsanspruch deines Unternehmens genügt. Denn Videos sind die optische Visitenkarte jeder Firma. Das heißt, ist die Videoqualität nicht ansprechend oder schlicht unpassend, schädigt das auch die Außenwahrnehmung der Firma bzw. der Marke.

 

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